So titelt die
Saarbrücker Zeitung am 26.02.04 und zielt damit auf einen - inzwischen - umstrittenen Redeteil (Kopftuch-Debatte am 18.2.) des Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Saarländischen Landtag, Peter Hans.
Die Zeitung zitiert ihn
an anderer Stelle wörtlich:
"Wir lesen und wissen, dass in islamischen Staaten Frauen von Religionswächtern mit einem Stock öffentlich auf der Straße gezüchtigt werden, wenn man sie mit unbedecktem Kopf antrifft oder das Kopftuch nur verrutscht ist. Wir wissen, dass Minirock tragenden Frauen dort auch schon die Oberschenkel verstümmelt worden sind. Deshalb glaube ich, dass das Kopftuch in der Entwicklung, die es jetzt genommen hat, kein überwiegend religiöses Symbol ist, sondern ein politisches Signal. Es ist in der islamistischen Ausprägung kein Zeichen von Frömmigkeit, sondern ein Zeichen des Hasses." und moniert, dass Hans als Politiker seine Worte sorgfältiger abwägen müsse, da die Differenziertheit seiner Betrachtungsweise am Ohr des Zuhörers vorbei gehen könne.
Offensichtlich wird obige Äußerung durchaus auf "Kopftuch = Zeichen des Hasses" reduziert wahrgenommen. Einem
weiteren Artikel der SZ vom 26.02.04 zufolge, fühlen sich die Saarländischen Muslime resp. ihr Sprachrohr, die
Islamische Gemeinde Saarland e.V. "tief beleidigt" und fordert Hans auf, sich zu entschuldigen; eine Pressemitteilung dazu findet sich
hier. Außerdem prüfe der
Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V., ob der Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt sei.