Seit fünf Jahren wird in NRW in einem Schulversuch das Fach "Islamische Unterweisung" in deutscher Sprache unterrichtet. An diesem Projekt nehmen inzwischen rund 100 Schulen knapp 5000 SchülerInnen teil.
Ende Juni schlossen 60 muslimische LehrerInnen eine einjährige fachliche und didaktische Qualifizierungsmaßnahme ab, die ihnen speziell mit Blick auf den Unterricht in diesem Fach angeboten worden ist. 14 muslimische Islamwissenschaftler, die an deutschen Universitäten ausgebildet wurden und ebenfalls im Schulversuch unterrichten, erhalten zurzeit eine pädagogische Qualifizierung.
NRW ist das erste Bundesland, das seit dem Schuljahr 1999/2000 "Islamische Unterweisung" auf Deutsch anbietet. Die in diesem Fach erbrachten Leistungen sind im gleichen Maße versetzungs- und abschlusswirksam wie Leistungen in katholischer oder evangelischer Religionslehre in der besuchten Schulform. "Schule leistet hier einen wichtigen Beitrag zur Integration" der moslemischen Bevölkerung", meint Landesschulministerin Ute Schäfer.
Der CDU-Landtagsfraktion ist das aber nicht genug: "Islamische Unterweisung" sei eine Notlösung, die nur einen Bruchteil der Schulen erreiche und verfassungsrechtlich bedenklich sei, so ihr migrationspolitischer Sprecher, Thomas Kufen. Die CDU-Fraktion verlangt, an Schulen in NRW endlich islamischen Religionsunterricht einzuführen, wie es in der Integrationsoffensive NRW von allen Fraktionen vereinbart worden sei.
[Quellen: [url= Ministerium für Schule, Jugend und Kinder ]PM des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder NRW v. 29.6.04[/url],
PM der CDU-Landtagsfraktion NRW v. 29.6.04,
yahoo v. 29.6.04]