Nachdem der Vorsitz des Nationalen Sicherheitsrats der Türkei (
Milli Güvenlik Kurulu (MGK)) am 01.09.04 zum ersten Mal in seiner Geschichte in zivile Hände überging, machen sich - einem Bericht der türkischen Tageszeitung
Radikal v. 19.11.04 zufolge - die ersten Auswirkungen bemerkbar:
- von den bisher 950 Beschäftigten wurden 700 zu ihren - meist militärischen - Entsende-Organisationen zurück geschickt; von den übrig gebliebenen 250 Beschäftigten gehören nur noch 12 dem Militär an.
- Geheimdienstdokumente und eigene Ermittlungsergebnisse über Personen und Institutionen, die die Nationale Sicherheit gefährdet haben sollen, seien vernichtet oder an die Institutionen, von denen sie stammten, zurückgegeben worden.
- um dem Vorwurf von Kritikern entgegen zu wirken, die Demokratisierung dieser Institution fände nur auf dem Papier statt, will Alpogan die Türen für Journalisten und Diplomaten öffnen. Auf der Website sollen außerdem die monatlichen Protokolle veröffentlicht werden, um auch die Öffentlichkeit stärker teilhaben zu lassen.